Der dominierende Staat im 20. Jh. - USA, die vereinigten Staaten von Amerika

Wohlstand und Zusammenbruch (1918 bis 1929)

Die Veränderungen in den 1920er Jahren waren weitreichend. Die Wochenarbeitszeit sank von 60 auf 48 Stunden. Zum ersten Mal wurde die Freizeit als ebenso wichtig angesehen wie Arbeit. Es war ein wunderbares Jahrzehnt für die Künste und die Literatur in Amerika. Die Technologie breitete sich aus und Autos, Radios und Filme waren äußerst populär. Durch die steigenden Gewinne und niedrigen Zinsen stand sehr viel Geld für Investitionen zur Verfügung. Vieles davon, jedoch, floss in waghalsige Börsenspekulationen. Im Herbst 1929 war der New Yorker Börsenhandel aktiver als jemals zuvor. Am 24. Oktober 1929, dem Black Thursday, platzte die Seifenblase und die Börse brach zusammen. Banken schlossen. Die landesweite Wirtschaftskrise hielt bis weit in die 1930er Jahre an.

Die 20er Jahren waren goldene Jahre für Big Business, doch der oberflächliche Wohlstand übertünchte tiefgreifende Probleme. Die 1920er waren auch eine Zeit der Prohibition und Intoleranz, der Kriminellen und des Verbrechens. Fast 19 Millionen Menschen wanderten zwischen 1890 und 1921 in die Vereinigten Staaten ein. 1921 verabschiedete der Kongress erstmals eine restriktive Einwanderungsgesetzgebung. Der Grossteil der Einwanderer stammte aus Italien, Russland, Polen, Griechenland und dem Balkan. Es kamen aber auch Menschen von außerhalb Europas: Von Japan, Kanada und Mexiko.

Weltwirtschaftskrise und New Deal (1929 bis 1941)


Franklin D. Roosevelt
1933-1945

Im Oktober 1929 brach der Börsenhandel zusammen. 40% des Papierwertes der Stammaktien wurden vernichtet. Eine weltweite Wirtschaftskrise folgte. 1933 betrug der Wert der in New York gehandelten Aktien nur noch ein Fünftel des Wertes von 1929. Geschäfte und Fabriken schloßen, Banken waren zahlungsunfähig. Einkommen auf Farmen sank auf die Hälfte. Im Jahr 1932 war etwa ein Viertel aller Amerikaner arbeitslos. Das Grundproblem war die immense Disparität zwischen der Produktionskapazität und der Möglichkeit der Amerikaner zu konsumieren. Große Erfindungen in der Produktionstechnik während und nach dem Krieg hoben die Produktion über die Kaufkraft von U.S. Bauern und Lohnempfängern hinaus.

Der Präsidentschaftswahlkampf von 1932 war hauptsächlich eine Debatte über die Ursachen der Wirtschaftskrise und über mögliche Abhilfen. Der Republikaner Herbert Hoover wollte hauptsächlich auf den natürlichen Erholungseffekt bauen, während der Demokrat Franklin D. Roosevelt bereit war, die Autorität der Zentralregierung für experimentelle Lösungsansätze einzusetzen. Roosevelt wurde mit seinem Konzept für mehr soziale Gerechtigkeit, dem "New Deal" gewählt.

In gewisser Hinsicht kann behauptet werden, dass der New Deal eigentlich nur soziale und wirtschaftliche Reformen einführte, die vielen Europäern seit mehr als einer Generation vertraut waren. Wirklich bemerkenswert am New Deal war allerdings die Geschwindigkeit, mit der Sachen erreicht wurden, die zuvor Generationen gedauert hatten. Innerhalb von drei Monaten setzte Roosevelt eine große Zahl von Gesetzen zum Wiederaufbau der Wirtschaft um. Stellen wurden geschaffen durch den Bau neuer Straßen, Brücken, Flughäfen, Parks und öffentlichen Gebäuden. The Agricultural Adjustment Act (AAA) wurde 1933 vom Kongress verabschiedet um Farmern wirtschaftliche Unterstützung zu geben und das Einkommen anzuheben. Aber während der 1930er Jahre, und insbesondere in den Jahren 1935 bis 1938, wurden die Staaten im Mittleren Westen von einer schweren Dürre heimgesucht und starke Winde und Staubstürme verwüsteten das Flachland, welches als "Dust Bowl" bekannt wurde.

Der New Deal führte zu einer bemerkenswerten Reihe legislativer Initiativen. Beachtliche Steigerungen in Produktion und Preisen wurden erreicht -- aber er beendete nicht die Wirtschaftskrise. Aufgrund von Druck von rechten wie linken Gruppen, unterstützte Präsident Roosevelt eine weitere Reihe wirtschaftlicher und sozialer Maßnahmen (Second New Deal), darunter solche zur Bekämpfung von Armut, Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit durch Arbeitsangebote und die Entwicklung eines sozialen Netzes. Die Works Progress Administration (WPA), die wichtigste Hilfsorganisation des sogenannten Second New Deal, stellte den Versuch dar, Arbeit statt Sozialhilfe anzubieten. Gebäude, Straßen, Flughäfen und Schulen wurden gebaut. Schauspieler, Maler, Musiker und Schriftsteller wurden im Rahmen des Federal Theater Project, des Federal Art Project und des Federal Writers Project angestellt. Aber der Eckpfeiler des New Deal war der Social Security Act aus dem Jahr 1935. Er schaffte ein Versicherungssystem, basierend auf Abgaben von Arbeitnehmer und -geber, für Rentner, Arbeitslose und Behinderten. 1936 gewann Roosevelt die nächste Präsidentschaftswahl noch deutlicher als 1932.
Der Zweite Weltkrieg (1941 - 1945)


Harry S.Truman
1945-1953

Noch bevor Roosevelts zweite Amtszeit richtig angelaufen war, wurde sein innenpolitisches Programm von Neuen Gefahren überschattet, die von den Durchschnittsamerikanern kaum wahrgenommen wurden: Die expansionistischen Ambitionen totalitärer Regime in Japan, Italien und Deutschland. Als Deutschland, Italien und Japan ihre Aggression aufrecht hielten, erklärten die Vereinigten Staaten, dass kein am Konflikt beteiligtes Land von ihnen Hilfe erhalten würde. Neutralitätsgesetze der Jahre 1935 bis 1937 verboten Handel mit oder Kredit für kämpfende Nationen. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa 1939, setzten die Vereinigten Staaten zunächst auf Neutralität.

Nach dem Fall von Frankreich und Beginn des Luftkrieges gegen Großbritannien 1940, verstärkte sich die Debatte zwischen denjenigen, die Hilfe für die Demokratien forderten und den Isolationisten. Letztendlich gewannen die Befürworter einer Intervention. Die Vereinigten Staaten und Kanada gründeten ein Mutual Board of Defense, und zusammen mit lateinamerikanischen Ländern boten sie gemeinsamen Schutz den Nationen in der westlichen Hemisphere. Der Kongress bewilligte immense Summen für die Wiederbewaffnung und Anfang 1941 das Lend-Lease Program, durch welches Präsident Roosevelt Waffen und Ausrüstung an jede Nation (vor allem Großbritannien, die Sovietunion und China) liefern konnte, die für die Verteidigung der Vereinigten Staaten als wichtig angesehen wurden. In der Präsidentschaftswahl von 1940 erhielt Roosevelt wiederum die Mehrheit und zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, wurde ein Präsident für eine dritte Amtszeit gewählt.

Am 7. Dezember bombardierten die Japaner die Pazifikflotte der U.S. in Pearl Harbour, Hawaii. Am 8. Dezember erklärte der Kongress Japan den Krieg. Drei Tage später erklärten Deutschland und Italien als Japans Alliierte den Vereinigten Staaten den Krieg. Die Nation mobilisierte schnell seine Bevölkerung und seine gesamt Industrie. Alle Bereiche -- Landwirtschaft, Produktion, Bergbau, Handel, Arbeitskräfte, Investitionen, Kommunikation, sogar Ausbildung und Kultur -- wurden auf die eine oder andere Art unter neue und stärkere Kontrolle gebracht. Ende 1943 trugen etwa 65 Millionen Männer und Frauen Uniform oder arbeiteten in kriegsverwandten Beschäftigungen.

Die westlichen Alliierten einigten sich darauf, ihre militärischen Anstrengungen auf Europa zu konzentrieren, wo das Zentrum der feindlichen Macht lag, während der Krieg im Pazifik als weniger wichtig angesehen wurde. Am 6. Juni 1944, dem sogenannten D-Day, landeten die alliierten Truppen in der Normandie. Am 25. August wurde Paris befreit. Im Februar und März 1945 stießen die Truppen in Deutschland vor. Am 7. Mai kapitulierte Deutschland. Der Krieg im Pazifik dauerte auch nach der Kapitulation Deutschlands an. Am 6. August wurde die Atombombe über Hiroshima abgeworfen und am 8. August über Nagasaki. Am 14. August stimmte Japan den Bedingungen zu, die in Potsdam am 26. Juli festgelegt worden war und am 2. September 1945 kapitulierte Japan.
Nachkriegszeit (1945 bis 1960)


Dwight D. Eisenhower
1953-1961

Am 25. April 1945 trafen sich Vertreter von 50 Nationen in San Francisco um eine neue Organisation zu gründen, die Vereinten Nationen. Der amerikanische Senat ratifizierte den U.N. Charter mit 89 zu 2 Stimmen.

Dieses Vorgehen bestätigte das Ende des Isolationismus als dominierendes Element der amerikanischen Außenpolitik. Der Kalte Krieg war die wichtigste politische Frage der frühen Nachkriegszeit. Er entwickelte sich aus langjährigen Spannungen zwischen der Sovietunion und den Vereinigten Staaten. Während des Zweiten Weltkrieges waren die beiden Länder Alliierte gewesen, aber nach Kriegsende kamen alte Spannungen wieder zum Tragen. Deutschland wurde zum geteilten Land, mit einer Westzone unter gemeinsamer britischer, französischer und amerikanischer Besatzung. Im Frühjahr 1948 errichteten die Sowjets eine Blockade um Westberlin. Die Westmächte reagierten mit einer massiven Luftbrücke zum Transport von Nahrungsmitteln und Brennstoffen, bis die Sowjets die Blockade im Mai 1949 aufhoben.

Die Eindämmung der Macht der Sowjetunion (Containment) wurde zur vorrangigen amerikanischen Nachkriegspolitik und stand im Zentrum der Truman Doktrin. Containment sah auch eine umfassende Wirtschaftshilfe, allgemein unter dem Namen "Marshall Plan" bekannt, für das kriegszerstörte Europa vor. Im April 1949, wurde die North Atlantic Treaty Organization (NATO) gegründet. Rüstungskontrolle wurde ein integraler Teil der amerikanischen Sicherheitspolitik. Die Vereinigten Staaten reagierten auch auf Herausforderungen in Asien und der Korea Krieg (1950 - 1953) führte zu bewaffnetem Konflikt zwischen den USA und China.

Der Kalte Krieg hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf die inneren Angelegenheiten der Vereinigten Staaten. Vorkommnisse in anderen Ländern und Spionageskandale im eigenen Land schürten antikommunistische Gefühle. Als schärfster Gegner des Kommunismus erwies sich Joseph McCarthy. Er macht sich dabei die umfangreiche Berichterstattung in Presse und Fernsehen zunutze und beschuldigte hochrangige amerikanische Regierungsmitglieder und Beamte des Verrats. Aber die Unterstützung der Öffentlichkeit ließ schließlich nach und der Senator wurde für sein Verhalten verurteilt.

In den anderthalb Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg, erlebten die Vereinigten Staaten einen unglaublichen Wirtschaftsaufschwung. Der Krieg brachte die Rückkehr des Wohlstandes, und die U.S.A. konnten ihre Stellung als die reichste Nation der Welt festigen. Ein Gefühl der Uniformität durchdrang die amerikanische Gesellschaft. Gleichförmigkeit war weit verbreitet, indem Jung und Alt den Gruppenormen folgten statt eigene Wege zu gehen. Zur selben Zeit wurden Afro-Amerikaner aktiv und die Bürgerrechtsbewegung begann. Der Bundesgerichtshof (Supreme Court) erklärte in den späten 1950er Jahren die Segregation von Schulen und Bussen für verfassungswidrig. Der Civil Rights Acts aus dem Jahre 1957 autorisierte die Intervention den Bundes, wenn Afro-Amerikanern die Möglichkeit zu wählen verweigert wurde.

Zeit des Umbruchs (1960er bis 1980er Jahre)


John F. Kennedy
1961-1963

Bis Anfang der 1960er Jahre war die Macht der Regierung zunehmend stärker geworden. Die Zahl der bei der Bundesregierung angestellten Zivilisten war in den 1950er Jahren auf durchschnittlich 2.5 Millionen gestiegen. Ausgaben des Bundes überstiegen $150 Tausend-Millionen in den 1960ern. Die meisten Amerikaner akzeptieren die erweiterte Rolle der Regierung, waren aber uneins darüber, weit diese Expansion noch gehen sollte. 1960 wurde John F. Kennedy zum Präsidenten gewählt. Mit nur 43 Jahren war er der bisher jüngste Präsident. Kennedy wollte eine starke Führung dazu nutzen, wirtschaftliche Vorteile allen Bürgern zukommen zu lassen, aber sein äußerst knapper Wahlsieg behinderte sein Vorhaben und seine politischen Handlungsmöglichkeiten waren oft begrenzt.

Im Oktober 1962, wurde Kennedy mit der, wie sich später herausstellte, schwersten Krise des Kalten Krieges konfrontiert: Der Cuban Missile Crisis (Kubakrise). Nachdem die Sowjetunion Atomraketen auf Kuba stationierte, entschloss sich Kennedy eine Quarantäne durchzusetzen um sowjetische Schiffe daran zu hindern, weitere Raketen nach Kuba zu bringen. Er forderte die Sowjetunion öffentlich auf, die Waffen zu entfernen. Nach mehreren spannungsgeladenen Tagen, zog sich die Sowjetunion zurück. Ein weiterer Wettbewerb wurde im Weltall ausgetragen nachdem die Sowjetunion 1957 Sputnik ins All geschossen hatte. Im April 1961 erzielten sie einen weiteren Sieg im All indem sie den ersten Menschen in die Erdumlaufbahn sandten. Kennedy antwortete mit dem Versprechen, dass vor dem Ende des Jahrzehnts Amerikaner auf dem Mond landen würden, und im Juli 1969 betrat Neil Armstrong die Mondoberfläche.

Kennedy, der 1963 ermordet wurde, erlebte diesen Erfolg nicht mehr. Sein Nachfolger, Lyndon B. Johnson, setzte einige Gesetze der Kennedy Agenda um und schuf so ein soziales Reformprogramm, dass er mit dem Begriff "Great Society" beschrieb. Der Kampf der schwarzen Amerikaner erreichte seinen Höhepunkt in der Mitte der 1960er Jahre. Obwohl die Bürgerrechte in Kraft traten, ging einigen Schwarzen der Fortschritt nicht schnell genug. Militante Forderungen nach Reformen wurden von Gewalt begleitet. In den Städten brachen Unruhen aus, als Schwarzenführer die gewaltfreie Vorgehensweise von Dr. Martin Luther King kritisierten. Die Ermordung Kings im Jahre 1968 löste Rassenkrawalle in mehr als 100 Städten aus.

Während der sechsjährigen Amtszeit von Präsident Johnson, eskalierte das Engagement der Vereinigten Staaten in Vietnam. Obwohl Politiker den Krieg als eine notwendige Maßnahme zur Bekämpfung des Kommunismus ansahen, glaubte eine wachsende Zahl von Amerikanern, daß die Geschehnisse in Vietnam nicht die vitalen Interessen der Vereinigten Staaten berührten. Demonstrationen gegen die amerikanische Beteiligung an dem nicht offiziell erklärten Krieg brachen an Universitäten aus.

Aufgrund seiner fortwährend abnehmenden Popularität beschloss Präsident Johnson nicht eine zweite volle Amtszeit anzustreben. 1968 wurde Richard Nixon zum Präsidenten gewählt. Er handelte einen Friedensvertrag mit Nordvietnam aus und erzielte eine Reihe weiterer diplomatischer Durchbrüche. Er nahm Verbindungen mit der Volksrepublik China auf und verfolgte erfolgreich eine Politik der Entspannung mit der Sowjetunion. 1974 trat er zurück als klar wurde, dass der Kongress ihn wegen der Beteiligung des Weißen Hauses an der Watergate Affäre wegen Amtsvergehen anklagen würde.

Der Weg ins 21. Jahrhundert


George W. Bush
2001 -

In den 1980er Jahren wurde ein Wandel in der Struktur der amerikanischen Gesellschaft sichtbar, der vor Jahren oder gar Jahrzehnten begonnen hatte. Die Zusammensetzung der Bevölkerung und die Verteilung der wichtigsten Berufe und Fähigkeiten hatten sich grundlegend verändert. Bei vieln Amerikanern lösten die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen in den zwei vorangegangenen Jahrzehnten eine Stimmung der Desillusionierung aus. Das Mißtrauen gegenüber der Regierung und gegenüber ihrer Fähigkeit, die großen sozialen und politischen Probleme des Landes zu lösen, wuchs. Die Konservativen befanden sich, obgleich sie auf nationaler Ebene schon lange nicht mehr an der Macht waren, in einer günstigen Position, um diese neue Stimmung auszunutzen. 1980 wurde nach 26 Jahren die demokratische Vorherrschaft durchbrochen, als die Republikaner im Senat eine Mehrheit erhielten. Gleichzeitig wurde der Republikaner Ronald Reagen zum Präsidenten gewählt. Das zentrale Thema seiner Innenpolitik war, daß die Bundesregierung zu groß und einflußreich und die Bundessteuern zu hoch seien. In der Außenpolitik strebte er eine stärkere Rolle für die Nation an.

In den ersten Jahren von Reagans Präsidentschaft hielt eine wirtschaftliche Rezension an, aber die Lage besserte sich ab 1983 und die USA begann eines der längsten wirtschaftlichen Wachstumsphasen seit dem Zweiten Weltkrieg. Dieses Wachstum beruhte allerdings zu einem großen Teil auf defizitären Ausgaben.

George Bush, ehemaliger Vizepräsident, wurde 1988 zum Präsidenten gewählt. Er führte Reagans Politik in vielen Bereichen weiter. Seine Versuche, den Etat zu kontrollieren, waren jedoch problematisch. In der Außenpolitik verhandelte er mit der Sowjetunion über Waffenkontrollvereinbarungen und die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland. Im August 1990 marschierte der Irak in Kuwait ein. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedete 12 Resolutionen, in denen die Irakische Invasion verurteilt wurde und weitreichende wirtschaftliche Sanktionen über den Irak verhängt wurden. Die 12. Resolution vom 29. November, befürwortete den Einsatz von Gewalt durch die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, falls sich der Irak nicht bis zum 15. Januar 1991 aus Kuweit zurückgezogen hatte. Krieg brach in weniger als 24 Stunden nach Ablauf des Ultimatums aus. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Italien, Saudi Arabien und Kuweit befreiten Kuweit. Zu Hause setzten sich die Amerikaner mit einigen alt bekannten und tiefgreifenden Problemen auseinander, als die Vereinigten Staaten die größte Wirtschaftskrise seit den frühen 1980er Jahren hatte.

1992 wurde der Demokrat Bill Clinton zum Präsidenten gewählt. In seiner Rede zur Lage der Nation (State of the Union) vom Januar 2000, beschreibt Präsidente Clinton die Fortschritte, die in den 90er Jahren gemacht wurden: "Wir beginnen das neue Jahrhundert mit über 20 Millionen neuen Arbeitsplätzen, dem schnellsten Wirtschaftswachstum seit über 30 Jahren, der niedrigsten Arbeitslosenrate seit 30 Jahren, der niedrigsten Armutsrate seit 20 Jahren, der niedrigsten je verzeichneten Arbeitslosenrate unter Afroamerikanern und Hispaniern, den ersten aufeinander folgenden Haushaltsüberschüssen seit 42 Jahren. Und im nächsten Monat werden die Vereinigten Staaten das längste Wirtschaftswachstum unserer gesamten Geschichte verzeichnen."

Im November 2000 wurde der Republikaner George Walker Bush zum Präsidenten gewählt
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