Von der Eidgenossenschaft zum Bundesstaat 1793-1918

Die Eidgenossenschaft, die Revolution und das Reich
(1793-1814)

Die französische Revolution hatte auf die politische Entwicklung in der Schweiz großen Einfluß. 1792 wurde in Genf die Oligarchie gestürzt, und Frankreich besetzte das Bistum Basel. Eine helvetische Republik mit einer einheitlichen Verfassung wurde dem Land von Paris her aufgezwungen. Sie erwies sich jedoch sehr bald als unregierbar. 1803 unterschrieb Napoleon Bonaparte die Mediationsakte, eine neue Verfassung, die die Strukturen der Eidgenossenschaft wieder herstellte.


Von der Restauration zum Liberalismus (1815-1848)

Der Untergang der Herrschaft Napoleons führte zur Abwahl der Mediationsakte durch die schweizerische Bundesversamnlung (Dez. 1813). Unter der Schirmherrschaft des Wiener Kongresses, der die andauernde Neutralität der Schweiz anerkannte, schlossen 22 Kantone einen neuen Bund (August 1815). Zu den ursprünglichen 13 Kantonen gesellten sich Sankt Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf dazu. Nach 1830 bauten 12 Kantone ihre Verfassungen nach demokratischen Gesichtspunkten aus. Die anderen Kantone (hauptsächlich die katholischen), bildeten einen separaten Bund, den Sonderbund, der 1847 militärisch niedergeschlagen wurde.


Die Schweiz als Bundesstaat 1848-1918

Im September 1848 machte eine neue Verfassung die Schweiz zu einem Bundesstaat mit einer Zentralregierung in Bern, dem Sitz des Schweizer Bundesrats. Das Land nahm schließlich die Rechte auf "Referendum" (1874) und "Initiative" (1891) an. Die Neutralität und die humanitäre Gesinnung der Schweiz wurden in den Kriegen von 1870, 1914 und 1939 respektiert.
Artikel 1573 Mal angezeigt.