Frankreich vom Königreich bis zur Republik 1815 - 1918

Einleitung

Franreich stieg nach dem Hundertjähren Krieg mit den Engländer in der Renaissance zur Grossmacht in Europa auf. Während die Valoise Dynastien herrschten, gab es grosse Intrigen am Hof und unstabile Verhältnisse in Frankreich sowie in ganz Europa mit der Reformation, danach starb das Geschlecht aus. Der Aufstieg der Bourbonen begann in Frankreich und die Macht des Königs nahm zu. Nach der Zeit des Absolutismus beginnt in Frankreich und in ganz Europa ein neues Zeitalter, der Revolutionen und der Aufklärung.


Von der französischen Revolution zum Ersten Kaiserreich von Napoleon Bonaparte (1789-1815)

Die Aufklärung bereitete die Frz. Revolution (1798-99) vor. Die Bauern und Arbeiter waren auch als Folge der kostspieligen Kriege verarmt und das Bürgertum wollte mehr Mitbestimmung. Reformen scheiterten am Widerstand von Adel und Klerus. Der Sturm auf die Bastille am 14.7.1789 war Sinnbild für den Sturz des Absolutismus und für die Herrschaft des Volkes.

Erklärung Frankreichs zur Republik, Hinrichtung des Königs Ludwig XVI. am 21.1.1793. Ihm folgten ca. 1½ Jahre später auch die Führer der Revolution, Danton und Robespierre. Dem nachfolgenden Direktorium mangelte es an Persönlichkeiten, es verzettelte sich in äußeren Kämpfen und wurde am 9. November 1799 durch einen Staatsstreich vom Konsulat abgelöst. Erster Konsul: Napoleon Bonaparte (1802 Konsul auf Lebenszeit).

Als Feldherr hatte er sich bereits bewährt, jetzt musste er sich als Staatsmann einen Namen machen. Er baute zahlreiche Straßen, deren Verlauf noch heute besteht und führte den "Code civil" ein, der ebenfalls noch heute Gültigkeit hat. 1804 krönte er sich zum Kaiser ("empereur") und versuchte sich zunächst sehr erfogreich als Eroberer Westeuropas. 1812 scheiterte er jedoch am Russlandfeldzug.

Die Russen hatten sich zurückgezogen und verbrannte Erde hinterlassen, Moskau selbst brannte. Die Grande Armée musste den Rückzug durch Eis und Schnee antreten; die große Mehrheit der französischen Soldaten ließ dabei ihr Leben. Dann ging es Schlag auf Schlag: Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig (16-19.10.1813), Verbannung nach Elba, Rückkehr von Elba und wieder der Versuch, die Macht zurückzugewinnen ("Hundert Tage"), Niederlage bei Waterloo (18.6.1815), Verbannung nach St. Helena, Tod (5.5.1821). Sein Leichnam wurde 1840 nach Paris überführt und im Invalidendom beigesetzt.


Restauration und Zweites Kaiserreich (1815-1870)

Nach der Niederlage Napoleons wurde Europa durch den Wiener Kongress (1815) neu geordnet. Frankreich kam dabei glimpflich davon. Frankreichs Vertreter Charles Maurice de Talleyrand erreichte, dass die französische Grenze auf den Stand von 1792 festgelegt wurde; die Monarchie wurde wieder eingesetzt (Restauration der Bourbonen). Der alte Glanz der Monarchie war jedoch dahin. Die Julirevolution von 1830, die den liberalen Louis-Philippe (der "Bürgerkönig") an die Macht brachte, war der letzte Versuch, die Monarchie in Frankreich zu retten.

Industrialisierung und Kapitalismus machten das neuentstehende Arbeiterproletariat zunehmend zu Gegnern der Monarchie (Weberaufstände 1831 u. 1834).
Durch die Februarrevolution 1848 wurden die Bourbonen endgültig gestürzt. Präsident der Zweiten Republik wurde Louis Napoléon, der Neffe des Empereur.

1852 ernannte er sich zum Kaiser Napoleon III. (Zweite Kaiserreich 1852-70) trieb Prestigepolitik und baute die franz. Kolonien aus (Eroberung Nord u. Mittelafrikas, Madagaskars u. Indochinas). Nach der Niederlage im Krieg gegen Preußen (1870/71) wurde er abgesetzt und machte der Dritten Republik Platz


Frankreich in der Dritten Republik und der 1. Weltkrieg (1870-1918 / 1944)

Der Aufstand der Pariser Kommune (1871, Kampf für eine föderalist.und soziale Republik) wurde gewaltsam niedergeschlagen ("blutige Woche" v. 21.5.-28.5.1871). Innenpolitische Dreyfus-Affäre (1898/99), Entente cordiale mit England 1904 (Verständigung über die nordafrikanischen Kolonialfragen).

In Europa bildeten sich zwei Machtblöcke: auf der einen Seite der Dreibund Deutschland, Italien, Österreich, auf der anderen Seite die Triple-Entente aus Frankreich, Großbritannien und Russland. Die Machtprobe war beinahe unausweichlich und führte zum 1. Weltkrieg von 1914-18 ("La Grande Guerre"). Allein an den Schützengräben Frankreichs verloren 1,6 Mio. Menschen ihr Leben. Am Ende stand Frankreich auf der Seite der Sieger und diktierte den Verlierern im Versailler Vertrag Bedingungen, die künftige Konflikte vorprogrammierten. Dadurch aber Rückgewinnung des 1871 verlorenen Elsass-Lothringen.
Artikel 1966 Mal angezeigt.