Die Schweizer Eidgenossenschaft 1513-1792

Von der Reformation bis zu den Westfälischen Verträgen (1513-1648)

Niederlage in der Schlacht bei Marignano 1515 gegen Frankreich; Ende der territorialen Expansion.

Die Reformation und ihre Auswirkungen bedrohte ernstlich die Einheit der Eidgenossenschaft: Von Ulrich Zwingli wurde sie 1519 in Zürich eingeführt und führte zum Bürgerkrieg zwischen den Bergkantonen (Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zug) und Freiburg und Solothurn, die katholisch blieben, und dem Rest der Kantone, die protestantisch wurden. Die Katholiken schlugen die Protestanten 1531 in der Schlacht bei Kappel, wobei Zwingli ums Leben kam. Es kam zu einer Beruhigung zwischen den Konfessionen in den sieben katholischen, vier reformierten und zwei gemischten Kantonen. Unter dem Einfluss von Johannes Calvin (seit 1536) wurde Genf zum Zentrum des Protestantismus. Trotz der inneren Spannungen bewahrte die Eidgenossenschaft ihre politische Einheit. 1648 Austritt aus dem Deutschen Reich (Westfälischer Friede, Ende des 30-jährigen Krieges); die Westfälischen Verträge erkannten ihre vollständige Unabhängigkeit an.


Der wirtschaftliche Aufschwung und das oligarchische Patriarchat (1648-1792)

Während der zweiten Hälfte des 17. Jhs. erlebte die Schweiz eine Zeit des Wohlstands und des Friedens. Die Stadtkantone wurden oligarchisch beherrscht, und die ehemaligen Strukturen der Landkantone gerieten in Vergessenheit. Neue Widersprüche traten auf und verstärkten sich mit der Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts.
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