Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft 1291-1513

Die Ursprünge der Schweizer Eidgenossenschaft

Schon früh wurden Teile der heutigen Schweiz besiedelt. Bekannt ist vor allem die keltische Kultur. Die bekanntesten Kelten, die Helvetier, gaben später der "Confoederatio Helvetica" ihren Namen. Im 1. Jh. n. Chr. wurde dieses Gebiet von Rom annektiert. Im Westen wurde es dann von Völkern aus Burgund und im Osten von Alemannen besiedelt. Die einen verschmolzen schnell zu einer romanischen Bevölkerung (Romanische Schweiz), während die anderen ihre Sprache beibehielten (Deutsche Schweiz).

Seit 536 dem Frankenreich angegliedert, kam die Schweiz bei dessen Zerfall zum Königreich Burgund (888) und ging mit diesem in das Heilige Römische Reich ein (1032). Mitte des 13. Jhs. bekamen die Habsburger die Kontrolle über die Zentral- und die Ostschweiz. Dagegen wandten sich die Bauern und erbaten vom Kaiser Freibriefe. Aber die Wahl Rudolfs von Habsburg (1273) machte diese Hoffnungen zunichte. Beim Tod Rudolfs schlossen sich die drei Waldstätte Schwyz, Uri und Unterwalden 1291 im "Ewigen Bund" zur Wahrung ihrer Freiheiten zusammen und verpflichteten sich zu gegenseitiger Hilfe (Der Rütlischwur und der Apfelschuß in Schillers "Wilhelm Tell" gehören der Sage an). Das war der Beginn der Schweizer Eidgenossenschaft, Reichsunabhängig (nur dem deutschen Kaiser verantwortlich).

Festigung und Gleichberechtigung der Eidgenossenschaft
(1291-1513)


Die Innerschweizer Bauern stürzten sich in der Folge der Zeit in eine Reihe von Kriegen. Schlacht bei Morgarten 1315; erste erfolgreiche Abwehr der Habsburger, Sieg über Habsburger bei Morgarten. Sie wollten den Feudalherren des Mittellandes ihre neue Ordnung aufzwingen und den Bund auf andere Talschaften und Städte ausdehnen. So schlossen sich zuerst Luzern (1332), Zürich (1351), Glarus und Zug (1352) und schließlich Bern (1353) den drei Kantonen an und bildeten den Bund der acht Kantone. Später dann traten Solothurn und Freiburg der Eidgenossenschaft bei, die von Kaiser Maximilian durch den Vertrag von Basel (1499) ihre Unabhängigkeit erlangte. Nachdem Basel und Schaffhausen (1501) und dann Appenzell (1513) der Eidgenossenschaft beigetreten waren, zählte diese 13 Kantone.
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