Ägäischer Raum und Griechische Frühzeit 2000 - 1150 v. Chr. (Die Sage von Troja)

Einleitung

In vielen Geschichtsbücher findet man die Geschichte über die Minoische und Mykenische Geschichte bei den Griechen. Die Platz dieses fantastischen Reiches befand sich im heutigen Griechenland (Minoer auf Kreta und Mykener auf dem heutigen Festland, später auf Kreta und Zypern). Es waren unabhängige grosse Reiche und beide Völker stammen aus den damaligen Wanderungen der indoeuropäischen Völker.


Minoische Kultur auf Kreta 2000 bis 1450 v. Chr.

Die Hochkultur Kretas wird nach dem legendären König Minos als die minoische Kultur bezeichnet. Ihr herausragendes Kennzeichen sind die gewaltigen Plastanlagen (z.B. in Knossos, Phaistos). In Knosses bedeckte der Palast eine Fläche von 20'000 qm. Die Paläste mit ihren Heiligtümern, Wohnstätten und Speichern dienten sowohl kultischen als auch wirtschaftlichen Zwecken. An der Spitze eines Palastes stand offensichtlich ein König, der gleichzeitig Priester war. Die Minister verehrten die grosse Göttin als Muttergottheit und pflegten später auch den Stierkult. Da man in der Nähe der Palastanlagen Städte ohne Befestigungen fand, ist zu vermuten, dass ihre Einwohner keine Angriffe von ausserhalb befürchteten. Die Gründe für das Ende der Hochkultur auf Kreta sind nicht eindeutig geklärt. Einiege Forscher sehen in Naturkatastrophen die Ursache, andere glauben, dass griechische Eroberer vom Festland dafür verantwortlich waren. Das Zeitalter der minoischen Kultur auf Kreta ging von 2000 bis 1450 vor Christus.


Blütezeit der Mykenischen Kultur 1600-1150 v.Chr.

Um 1450 lösten die Mykener die Minoer als Vormacht in der Ägäis ab und eroberten im Gefolge der grossen Katastrophe, die Kreta heimgesucht hatte, die Stadt Knossos. Das Ende der minoischen Seeherrschaft erlaubte es den Mykenern nun, ihre Macht auszudehnen, und von diesem Zeitpunkt an findet sich ihre typische Keramik überall in Kleinasien, Syrien, Palästina, Ägypten und an anderen Stellen. Von den Kretern lernten sie die Schrift und die Kunst, ein Verwaltungssystem auf der Grundlage schriftlicher Berichte aufzubauen. Dieses Volk war schon etwa 1600 v. Chr. an die stärkste Macht auf dem griechischen Festland gewesen. In der mykenischen Kultur bildeten sich um Burgen herum Fürstentümer, in denen eine Kriegerkaste herrschte mit einem König an der Spitze. Die Burgen waren Verwaltungszentren, von wo die landwirtschaftliche und handwerkliche Produktion kontrolliert wurde. Auf Tontäfelchen hielt man die Höhe der Abgaben fest. Die grossen Mengen von Gold und anderen Kostbarkeiten, die in den Schachtgräben Mykenes gefunden wurden, zeigen den ungeheuren Reichtum des mykenischen Adels. Die Texte lassen überdies erkennen, dass die Mykener in grossem Umfang Sklaven hielten und viele Götter und Göttinnen verehrten, die man auch aus der späteren griechischen Religion kennt. Die mykenischen Burgen (Mykene, Tiryns auf der Peloponnes und Athen an der thessalischen Küste) waren von gewaltigen Mauern umgeben.

Ihre Fürsten unternahmen Raubzüge bis nach Kleinasien, Ägypten und Italien. Später wurde einer dieser Raubzüge durch Hommers Dichtungen (Illias) sehr beühmt: "die Eroberung Trojas".

Konflikte zwischen den Fürstentümern und einfallenden Völkern aus dem Norden (Dorer) führten zu einem abrupten Ende der mykenischen Welt. Das mykenische Reich ging von 1500 bis 1150 v. Christus. Ab 1200 v. Chr kamen die neuen Wanderungsbewegungen im frühzeitlichen Griechischen Raum und die Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen wandelten sich.
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