Die Hethiter in Anatolien 1900 bis 1335 v. Chr.

Das Alte Hethiterreich (1900-1500 v.Chr.)

Während der Eisenzeit in Anatolien (Türkei) errichteten die Hethiter im Jahre 2000 bis ca. 1200 v.Chr. ein mächtiges Reich, das eng mit der Geschichte des benachbarten Mesopotamien verknüpft ist. Diese lernten schnell, wie man eiserne Waffen herstellt; ihre neue Technik halten sie geheim. Aber erst 400 Jahre später, gelang es Ihnen ein Grossreich zu errichten. Um 1530 erobern sie Babylonien und regieren eine Zeitlang vom Mittelmeer bis zum Persischer Golf. Nur innerhalb 4 Jahrhunderten errangen Sie mehrmals die Verherschaft in Mesopotamien und boten den Ägyptern in Syrien die Stirn, bis sie kurz im Jahre 1200 v.Chr. doch der Untergang ereilte. Die Herkunft der Hethiter liegt im Dunkeln. Unter Hattusili I ca. 1650 v.Chr. wurde Nordsyrien, das wegen der Handelsrouten und als Zugang zu den Häfen Byblos und Ugarit and der Mittelmeerküste eine Bedeutung besass, erobert. Um 1595 v.Chr. überfiel Musili I Babylon und plünderte es, was zum Fall der Hammurabi-Dynastie beitrug. Danach waren sie mit der Entstehung des Mitannischen Reiches für rund ein Jahrhundert geschwächt.

Das Neue Hethiterreich (1375-1335 v.Chr.)

Mit der Thronbesteigung Suppiluliumas im Jahre 1380 v. Chr. konsolidierte sich die Macht der Hethiter aufs neue, und das nächste Jahrhundert war das goldene Zeitalter ihres Reiches. Zum zweitenmal eroberten Sie Syrien, beherrschten es mittels Vasallenstaaten und kontollierten die möchtigen Städte Karkemisch und Alalach. Der offene Konflikt mit den Ägyptern war unvermeidlich. Der Hühepunkt war die Schlacht von Kadesch (1285 v.Chr.), die allerdings unentschieden ausging. Durch den abgeschlossenen Friedensvertrag wurde die Interessen an Palästina von den Ägyptern verankert und hielt bis zum Untergang des Hethitischen Reiches im Jahre 1200 v. Christus.


Kurzgeschichte über Anatolien (Türkei)

Dort kann ein Hethiter Ihnen ins Ohr flüstern, wie stolz er war, als er auf einem weiten und einsamen Berg inmitten Anatoliens mit den Ägyptern zusammen saß, um den ersten Friedensvertrag der Geschichte (Kadesch) zu unterschreiben,

Ein Phrygier erzählt Ihnen das Geheimnis von den Eselsohren seines Königs Midas, oder dort blühte Troja, die mächtigste Wirtschaftsmetropole der Ägäis. Einer der traurigen Trojanischen Helden kann Ihnen erklären, warum sie den Krieg verloren haben.

In archaischer Zeit führten die ionischen Städte Kleinasiens - lange vor dem klassischen Athen - das griechische Geistesleben zu höchster Blüte. In Milet, im Schatten der Olivenbäume unterrichtet Ihnen Thales, Mathematik und Philosophie.

Vielleicht ein lydischer Händler sagt Ihnen das Geheimnis vom Kaufen - Verkaufen. Die Lydier erfanden das Geld, ihr König Kroisos (Krösus) herrschte in legendärem Reichtum.

Dann kamen die Perser, Alexader der Große, die Diadochen: Kleinasien wurde zum Schmelztiegel westlicher und östlicher Kulturen. Die Pracht des Asia Minor regte Rom zum Aufbau seines gewaltigen Imperiums an. Der Heilige Paulus, bis in die Tiefen seiner schmerzvollen Mission, legte dort die Grundsteine des Christentums fest. Den Römern folgte das christliche Byzanz. Die mächtigste Kirche aller Zeiten, die Hagia Sophia wurde in der Hauptstadt Konstantinopel gebaut. In Demre lebte der Heilige Nikolaus, Schutzheiliger der Seeleute, der Händler und der Kinder. Von Zentralanatolien aus eroberten die türkischen Osmanen ein Reich, das vom Ganges bis zur Steiermark reichte und mehrmals die Existenz des Abendlandes bedrohte.

Alle diese Personen und Kulturen haben auf dem Gebiet der heutigen Türkei ihre Spuren hinterlassen, deutliche und überaus eindrucksvolle Spuren von der Größe menschlichen Geistes.
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