Einleitung - Neolithische Revolution bis zur Bronzezeit 10000 - 2500 v. Chr.

Die Neolithische Revolution bildete die Grundlage für die Entstehung von Hochkulturen. Kennzeichnend für eine Hochkultur ist, dass die Menschen ihre Siedlungen zu Städten ausbauen, eine differenzierte Gesellschaft besitzen und Schriftzeichen verwenden. Wegen Überschwemmungsgefahr mieden die Menschen die Flusstäler und siedelten eher im Hochland. Das änderte sich, als infolge klimatischer Veränderungen die Trockenheit zunahm und die Menschen in die Flusstäler wanderten. Sie mussten nun lernen Flüsse zu regulieren um ihre Felder zu bewirtschaften.

Es ist die Zeit des Übergangs von der Steinzeit in die Bronzezeit, des beginnenden Metallgebrauches zwischen 10000 und 3000 v. Christus. Um 4500 v. Chr. entstanden bedeutende Zentren der Gold- und Kupferbearbeitung. Um 2500 v. Chr. wurde Kupfer bereits mit Zinn zu Bronze legiert und gab der Zeit Ihren Namen "die Bronzenzeit".

Die erste grössere Ansammlung von Einwohnern (Stadt) war Jericho im 8. Jahrtausend. Die ersten Hochkulturen entstanden wegen der Trockheit an Flüssen: Mesopotamien (ab 3500 v. Chr.) am Euphrat und am Tigris, in Ägypten am Nil (ab 3000 v. Chr.) und in China am Huangho (ab 1500 v. Chr.). Die ersten Bauernsiedlungen in Europa entstanden um 6000.

In dieser Epoche fingen sich die verschiedenen Schichten heraus zu kristallisieren. Da es genug Nahrung gab und sich Strukturen bildeten, ergab sich die Aufteilung der Aufgaben: Bauern, Handwerker, Händler, Beamte, Krieger, Sklaven und Priester die natürlich unterschiedliche Ansehen genossen. Sicher bestand die Geschichte dieser frühen dynastischen Staaten aus fast ununterbrochenen Kriegen. Deshalb mussten grosse Stadtmauern gebaut werden, und es entwickelte sich ein Militärwesen. Der Aufbau eines Herrschaftssystems ist ein weiteres Kennzeichen von Hochkulturen. An seiner Spitze stand meist ein Fürst und nahm oft die hohe Würde des Priester wahr oder Schützling der Götter. Manchmal lies er sich auch als Gott verehren und somit bildeten Religion und Politik eine nicht zu trennende Einheit die erst viele Jahrhunderte später in der Zeit der Aufklärung und teilweiser in der Moderne definitiv wieder getrennt wurde.

In Mesopotamien wurde einer der Grundsteine für die heutige Zivilisation gelegt - die Erfindung der Schrift und der Einteilung der Tage in 24 Stunden und die Woche in 7 Tagen. Beide wird im allgemeinen den Sumerer in Mesopotamien zugeschrieben ca. 4 Jahrtausend. Bei der Schrift handelt es sich um bildhafte Zeichen die später weiterentwickelt wurden in die Keilschrift. Parallel dazu wurde in Ägypten die Hieroglyphen ca. 2850 v. Chr. benutzt.

Die ersten Grossreiche und Zivilisationen waren in chronologischen Reihenfolge: Mesopotamien (Babylonien, Assyrien), die Phönizier 1700 v. Chr. und danach die Philister, Hebräer ab 1000 v. Chr. in Kanaan dem heutigen Palästina/Israel sowie in Anatolien die Hethiter. Später folgten die Perser in der Region Mesopotamien, in Afrika die Ägypter und in Asien die Chinesen. Erste Hochkulturen in Europa entstanden auf Kreta (Minoische Kultur) und das Mykenische Reich, Griechenland (Helenen) und der Aufstieg der Römer ab dem 5. Jahrhundert. Nördlich entstanden die Kelten, Germanen und Gallier. Mehr zu den einzelnen Geschichtlichen Abläufen werden auf den folgenden Seiten erläutert.
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