Altertum und Antike

Neolithische Zeit und die ersten Hochkulturen

Die ersten Hochkulturen, grosse Siedlungen und Staatenbildungen entstanden in Mesopotamien und Ägypten ca. 3000 v. Chr. - ca. 4000 v. Christus. In Mesopotamien waren die vorherrschenden Völker der Reihe nach, die Sumerer 3000 bis 2000 v.Chr. mit dem Akkadische Reich von Sargon ca. 2300 v. Chr. sowie Babylonien und Assyrien die sich gegenseitig zwischen 1800 und 600 v. Chr. abwechselten. Schon die ersten Völker waren sehr fortgeschrittene Zivilisationen und haben bis in die heutige Welt Dinge hinterlassen wie die Schrift, Erfindung der Milch und des Bieres aber auch die Einteilung der Tage und Monate. Im Morgenland (Asien) entstanden die Chinesische und Indische Kultur ab 1500 v. Christus. Die erste Europäische Hochkultur war die Minoische (kretische) Seefahrerkultur. Um 2000 - 1400 v. Chr. beziehungsweise 146 v. Chr. kam das Handelsvolk der Phönizier (Kanaaniter & Punier) auf die Weltbühne und die Mykenische Kultur (Vorzeit der Griechen auf Kreta) 1900 - 1200 v. Christus. Gründung der Israeliten, König David und sein Sohn Salomon um 1000 v. Christus. Die ersten Spuren der Kelten fand man in Europa 800 v. Chr. - 54 v. Christus. Im vorderen Orient konnten sich Babylonien mit dem Neubabylonisches Reich in der Zeit von 600 v. Chr. - 539 v. Christus wieder zur dominierenden Macht in Mesopotamien hervorheben. Babylon war die grösste Stadt in der Antike 2. Mio. Einwohner gegenüber 1,5 Mio. in Rom. Die Perser stiegen um 546 v. Chr. durch Kyros der Grosse zur Grossmacht auf, indem er alle Landesfürsten vereinigte. Rom wird 510 v. Chr. Republik und wird im 4. Jh. von den Kelten eingenommen. Im 6. Jh. v. Chr. walteten der Religionsstifter Siddharta Gautama "Buddha" geb. um 560 und gest. um 480 v. Chr. in Indien und in China der grosse Chinesische Philosoph K'ung-fu-tse "Konfuzius". Beide sind bis heute wichtige Religionsstützen für die Menschen und Ihre Bedeutung wichtiger als je zuvor.



Hellenistische Zeit

Die Sagen umrungenen Griechen mit ihren Zahlreichen Staaten 1200-322 v. Christus mit den Philosophen wie Sokrates - 399 zum Tod verurteilt, Platon 428-348 und Aristoteles 384-322 bilden die westliche Philosophie. Eine wichtige Erkenntnis der Griechischen Philosophen war: denke mit, heute nicht vorstellbar, aber in der Zeit der Antike revolutionär! Vorab wurden die Perser bei Marathon 490 und bei Salamis 480 besiegt, im Jahre 477 war das ende der Perserkriege; Athen war die führende Stadt im Attischen Seebund. Zwischen 443 und 429 war die Blütezeit unter Perikles, Rückschläge von 431 bis 404 v. Chr. durch den Peloponnesischer Krieg zwischen Athen und der kämpferischem Sparta. Griechenland war ein Staatenbund mit vielen Staaten welche sich bekriegten und neue Staaten empor kamen wie Theben im 4. Jh. v. Christus. 387 wurde die Akademie Platons gegründet welche über einige Jahrhunderte bestand. Hellenistische Periode 322 - 167 v. Christus: Philipp V von Makedonien und sein Sohn Alexander d. Grosse 349-323 mit seinem Lehrer Aristoteles. Alexander d. Grosse erobert den Orient und steht an der Spitze des grössten Weltreiches, welches je existierte. Er war eine grosse Persönlichkeit aber auch sehr zwiespältig.


Die Römer führten zwischen 250 und 146 v. Chr. die Punischen Kriege gegen Karthago (Phönizier) mit Hannibal 247-183 als Feldherr und der damit verbundener Wiederaufstieg der Römer durch Scipio zur vorherrschenden Macht um das Mittelmeer. Mit den Germanen 90 v. Chr. - 774 n. Christus, begann die erste Völkerwanderung, die Kimber und Teutonen kommen aus dem heutigen Dänemark nach Süden ca. 113 v. Christus. Zuerst Gewinnen Sie die ersten Schlachten gegen Rom, nach der Teilung der Völker werden beide durch den römischen Feldherr und Konsul Marius ausgelöscht. Für das Römische Reich war es eine abwechselnde und durch Rivalität geprägte Zeit, der Herrschaft von Marius (Volksvertreter) und Sulla (Senat), welcher der Diktator Sulla für sich entschied. Es war auch die Zeit der römischen Volksaufstände 133-71 v. Christus. Die Bundesstaaten in Italien bekommen römisches Bürgerrecht. Die definitive Römerherrschaft begann in Europa ca. 150 v.Chr. - 474 n. Christus. Eines der wichtigsten Augenblicke in der Geschichte Rom war während des Triumvirats (73-44 v. Chr.) - Crassus, Pompeius und Caesar. Erster beendete den Sklavenaufstand 73 v. Chr., Pompeius räumte auf dem Mittelmeer auf und Caesar vergrösserte das Reich Richtung Gallien (Frankreich / Deutschland) sowie die Eroberung Ägyptens. Nach dem Caesar Mord durch den Senat 44 v. Chr. wurde Octavian Nachfolger von Caesar. Zuerst rächte er sich an den Mördern Caesars (Cassius und Brutus) mit Antonius, danach dehnte er das Reich nach der Auseinandersetzung mit Antonius wegen Kleopatra Richtung Osten aus. Dadurch verdiente Octavian den Namen Augustus "der Erhabene". Augustus festigte die Römische Weltherrschaft und greift nach der Kaiserskrone. Für Rom waren die Jahre unter Julius Caesar und Augustus die Blütezeit. In der Zeit von Augustus lebten die Philosophen und Geschichtsschreiber Horaz, Vergil und viele andere, welche die Zeit prägten und uns wichtige Eindrücke aus dem damaligen Leben schildern. 0 (7 v. Chr.) Geburt von Jesus Christus und der Beginn des Christentums. Paulus und andere Apostel schrieben an die vielen neu entstandenen christlichen Gemeinden Briefe, die später die Grundlage des Evangeliums oder des “Neuen Testaments” bildeten. Die Jünger waren die Brüder Petrus und Andreas, die Brüder Jakob und Johannes - alles Fischer -, Matthäus, ein Finanzbeamter, und Philipp, Bartholomäus, Taddeus, Simon, noch ein Jakob, Thomas, später der "ungläubige" genannt und Judas. Später kam Paulus dazu, dieser öffnet das Christentum für Nicht-Juden und deshalb gebührt ihm auch der Verdienst, die römische Kirche gegründet zu haben. Ceasar Augustus Nachfolger Tiberius 14 - 37 n. Chr. stabilisiert geschickt die Grenzen des Weltreiches. Unter Ihm wurde 30 n. Chr. Jesus durch Pontius Pilatus auf Wunsch der Juden gekreuzigt. Danach waren einige sehr schwache Caesaren (Kaiser) an der Macht 37 bis 68. Mit Nero ging dann die iulisch-claudische Linie seit Caesar verloren, er brannte Rom nieder und verfolgte die Christen. Durch Flavius Vespasianus (69 - 79) kam die sabinische Linie an die Macht und eine Wirtschaftliche- und Politische Erholung. Der volkstümliche Caesar baute viele grosse Bauwerke wie den Titusbogen und das Kolosseum in Rom. Sein Sohn Titus eroberte und zerstörte Jerusalem im Jahre 70 n. Chr., verfolgte die Juden und wurde Caesar nach dem Tode seines Vaters 79 bis 81 n. Christus (ab 71 Mitregent). Das Volk liebten beide, aber es war eine schwere Zeit für das Reich: Politik- und Finanzkrise, Ausbruch des Vesuvs und damit verbundene Zerstörung von Pompeii 79. n. Chr., 80 n. Chr. Grossbrand und Pest in Rom. Es war die Zeit der Kyniker, Stoiker und "Strassenphilosophen sowie der Bau der Limes in Germania (Deutschland). Zuletzt kam sein Bruder Domitian an die Macht 81 -96 n. Chr., welcher mangels Erfahrung und Überheblichkeit aus Rom vertrieben wurde. Mit Nerva 96-98 wurde die Zeit mit den Adoptivkaiser (Caesaren) eingeführt 98-180. Es begann mit Trajan 98 - 117. Dieser konsolidierte das Reich und unter Hadrian 117 - 138 wurden dann die Grenzen gesichert (Hadrians Wall), weshalb er die Geschichte von Rom besonders prägte. Beide waren Spanier, die ersten Caesaren aus einer Provinz. Für eine Weile der letzte Friedenskaiser war der Römer Antonius Pius 138 -161 und eine erneute Kulturblüte. Danach folgt ein Philosoph und Eroberer, Mark Aurel 161 -180 auch ein beliebter Caesar, der auf alle Seiten vor allem nach Norden (Germanien) expandierte. Sein Sohn Commodus konnte den Reichtum Roms nicht halten und wurde ermordet. Danach wurde das Reich zum Spielball der Soldaten - Zeit der Soldatenkönige 193 - 284. In dieser Zeit verlor Rom seinen Antlitz und teils seines Reichtums.

Spätantike

Im Jahre 226 entsteht das neue Persien unter der Sassaniden Dynastie, die über vier Jahrhunderte bis 642 als Weltmacht neben China und Rom die Geschichte der Welt mitbestimmen sollte. Das erste Persische Reich wurde von den Griechen 477 v. Chr. und unter Alexander der Grosse ca. 330 besiegt. Im Römische Reich brachte erst Kaiser Diokletian 284 –305 stabilität, der sein Reichsitz ausserhalb Rom versetzte und die Verwaltung ordnete. Unter Ihm wurde das Reich in vier Reiche geteilt - Diokletian erhält den Osten, Maximian Italien und Afrika, Constantius den Westen, Galerius Illyrien, Makedonien und Griechenland. Nach grossen Auseinandersetzungen gewann Konstantin der Große 324 - 337 der das Reich wieder vereinte und die Hauptstadt nach Byzanz verlegte (gleichzeitige Namensänderung in Konstantinopel). Konstantin war einer der letzten grossen Caesaren (Kaiser) im römischen Reich.


Die Überganszeit ist die Zeit der grossen Völkerwanderungen im vorderen Orient und in Europa. Dies geschah durch den Vertrieb der Hunnen durch die Chinesen und Einfall der Hunnen (Attila) in Europa 375 - 454. Die Art der Kriegsführung der Hunnen war neu und erfolgreich. Sie kämpften vom Rücken ihrer Pferde aus, Infanterie war ihnen unbekannt. Sie waren hervorragende Reiter und vermochten aus ihren Sätteln heraus einen gezielten Pfeilhagel auf den Feind niedergehen zu lassen. Deshalb wanderten die germanischen Völker, die zuvor aus Skandinaven kamen und sich um das Schwarze Meer ansiedelten, westwärts in Europa 375-774. Während die Ostgoten erkannten, dass Sie keine Chance haben, verbündeten sie sich mit den Hunnen, die Westgoten zogen unter dem Schutz Rom ins Römische Reich und liessen sich in der römischen Provinz Gallien nieder - 200 Jahre später wurden sie von den Franken nach Spanien verdrängt. Nach dem Tod von Theodosius (394 - 395) wird das Römische Reich unter seinen Nachfolgern in ein Ost- (Byzanz) und ein Weströmisches Reich geteilt. Das Westreich mit Rom als Hauptstadt, wurde durch den Westgotenführer Alarich 410 erobert und Ravenna wurde neue Hauptstadt im Weströmischen Reich. Die Römer mussten das Land mit den Westgoten teilen, eine Vermischung der Völker war verboten. Die weströmischen Kaiser waren zu schwach um die Gründung weiterer Germanenreiche (Vandalen in Nordafrika ab 429, Burgunder in Südfrankreich ab 437) zu verhindern. Die Wandalen zogen in dieser Zeit über Spanien nach Nordafrika und erobern das römische Karthogo (Tunesien). Die germanischen Jüten, Angeln und Sachsen wanderten um die Mitte des 5. Jahrhunderts in Britannien ein und besetzten große Teile des Landes, das bereits vorher von den Römern geräumt war. Nach England kamen sie aber nicht, wie oft zu lesen ist, als Eroberer. Es waren die Briten selbst, die sie um das Jahr 430 als Söldner herbeiriefen. Das Römische Reich kam immer mehr unter Druck und konnte sich nur durch den geschickten Feldherr Aetius retten. Erst im Jahre 451 n. Chr. wurden die Hunnen auf den Katalaunischen Feldern von den Römern und Ihren verbündeten (Westgoten, Burgunder) gestoppt und nach dem Tode ihres Königs Attila zerfiel das Reich der Hunnen wieder ganz schnell. Beide Gegner Aetius und Attila starben in etwa zur gleichen Zeit. Mit der Absetzung des letzen West-Römischen Kaiser Romolus Augustus durch den Germanenführer und Ostgote Odoaker hörte das westreich 476 auf zu existieren. Das Reich zerfiel an seiner Übermacht und Hochmut, es folgte eine Zeit der Wanderbewegungen innerhalb Europas und eine Machtveränderung. Das Oströmische Reich existierte weitere 1000 Jahre bis 1453 mit der Eroberung durch die Osmanen.
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